2020 ist zum Glück gleich vorbei.

Auf was für ein anstrengendes Jahr müssen wir zurückblicken?

Wir haben nicht nur viele Mitmenschen an ein Virus verloren, sondern auch viele Menschen an den Irrsinn. Dabei haben wir es nicht einmal geschafft die Briten loszuwerden. Was haben die Querdenken-Demonstrationen gezeigt? 80% haben das Grundgesetz und dessen Schranken nicht verstanden und 20% der Teilnehmer haben ihre eigene Verfassung oder schwören immer noch dem Kaiser die Treue. Ständig stand ein verwirrter Mensch gegen ein Regime auf, das es nicht gibt und prangert eine Lügenpresse an, die nicht lügt. Wie sonst erklären sich diese verwirrten Opferrollen, dass andere Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen und deren Presse das Gleiche berichtet? Der gleiche Adrenochrom-Lieferant?

Ein echtes Problem dagegen ist nach wie vor die Klimakrise. Ich wünschte mir wir würden genau so energisch gegen diese Krise vorgehen, wie die Stadt Augsburg gegen das Klima-Camp vor ihrem Rathaus. Ein Camp junger, engagierter Menschen, deren Bemühungen beim Kampf gegen das SUV-Establishment verdampfen.

Klima erleben die Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen gerade hautnah in erbärmlichen Zuständen. Wenn sie nicht das Glück hatten im Mittelmeer zu ertrinken, enden sie nun als Rattenfutter in Kartonagen, während lupenreine Demokratien wie Ungarn und Polen die Rechtsstaatlichkeit der EU auf irgendwelchen Orgien penetrieren.

Derweil kann man in Deutschland zwar noch sehr gut Rassismus als Minderheitenproblem bzw. ein 08:46 Minuten langes Phänomen aus Übersee weg ignorieren, rassistische Anschläge jedoch nicht. Und davon gab es in diesem Jahr zu viele. Das Nazi-Problem verschwindet bedauerlicherweise nicht von allein. Nazis tauchen plötzlich überall auf, ebenso wie die Privatadressen von Demokraten in Nazi-Chatgruppen.

Apropos Menschen, die im Gestern leben. Wie sich herausgestellt hat, werden Frauen auf der Straße nicht gerne vom Bodensatz menschlicher Evolution sexuell belästigt. Aber nicht „Catcalling“ scheint das Problem zu sein, sondern Frauen, die sich dagegen wehren. Und Frauen haben wir viele, ungefähr 50%, zumindest außerhalb der Vorstände. Dort kennt man Frauen überwiegend aus dem Browserverlauf oder der Jahreshauptversammlung.

Es gab allerdings selbst im schlimmsten Jahr der Nachkriegszeit auch gute Nachrichten. In den USA regiert bald ein alter, weißer Mann, der nicht Trump ist, wenn man Donald mit einem Brecheisen aus dem Weißen Haus stemmen kann. Bei Thomas Kemmerich hat das immerhin 3 Tage gedauert. Und wir sind dank Mitglied 50.000 Marco Bülow endlich im Bundestag angekommen.

Im Namen des Kreisverbandes wünsche ich allen Menschen schöne Feiertage, eine rasche Genesung, einen stillen Rutsch und ein gewaltfreies Homeoffice. Solltet ihr ohne Glühwein zum ersten Mal merken, dass der Winter kalt ist, macht Kniebeuge und klatscht in die Hände, da haben die Pflegekräfte auch was davon.

Bürger:innenversammlung 02.12.20

Gerade weil die Bürger:innenversammlung digital stattfinden musste, war sie sehr gut. Einige unserer Fragen bleiben allerdings noch offen. Der Oberbürgermeister Jürgen Sorré hat uns jedoch ein bilaterales Treffen im Rathaus angeboten. Ich hoffe, das ist keine Falle. Wir müssen uns bei Gelegenheit ja auch noch über die KRAUT-Gasse unterhalten.

Den Fragenkatalog findet ihr hier, den Link zur Stellungnahme des noch PARTEI-losen OB Jürgen Sorré hier und das Video der gesamten Bürger:innenversammlung hier.

Gebärmütter entstaatlichen!

Der Staat ist offensichtlich Hauptanteilseigner an den hiesigen Gebärmüttern. Allerdings haben unsere Recherchen ergeben, dass Gebärmütter in den meisten Fällen von Frauen umgeben sind. Die haben zwar kein Recht über die Austragung eines Dings zu entscheiden, aber besitzen alle damit einhergehenden Pflichten.

Laut CDU/CSU sollen die Schulen offen bleiben, weil Kinder die Eltern vom Arbeiten abhalten. Gute Bildung kann ja hier nicht der Grund sein, wenn das Covid19-Abwehr-Fenster nicht einmal aufgeht. Dieser Partei ist ein Kind so lange wichtig, bis es dann aus der Gebärmutter ist. Zwischen Geburt und Letztwähler-Alter gehört der Mensch nämlich nicht zur Zielgruppe der CDU/CSU.

Zwingende Präsenz?

Kaum werden die populistischen Eltern laut, schon wird die Abstandsregel zu einer Abstandsempfehlung und die Präsenz Pflicht, auch für ältere Schüler:innen, die nicht rund um die Uhr betreut werden müssen. Seit Jahren stapeln sich die Schüler:innen in Bussen und Klassenzimmern. Dennoch muss der Landkreis offenbar die Eltern vor den Schüler:innen schützen und nicht die Schüler:innen vor der Pandemie. Und so drängeln sich die Schüler:innen wieder in ihre Klassenzimmer, ohne Abstand, mit defekten Fenstern, wohl wissend, dass auch ältere Kinder das Covid-19-Virus übertragen können.

Und weil uns die Klassenzimmer der Oberstufe an die Massentierhaltung erinnern, empfehlen wir ein Schülerwohllabel. Jede Schüler:in, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen muss, oder 2 Meter Abstand zu jedem anderen Menschen im Unterricht in gut belüfteten Räumen einhalten kann, soll mit einem Label ausgezeichnet werden. Schüler:innen ohne Label sind zu meiden und auszugrenzen.

Populismus können wir auch!