Neujahrsempfang CSU Nördlingen

Endlich war mal was los in Napoleon-City. Nachdem die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) gemeinsam mit den Soldaten in Dillingen erfolglos die Ausrüstung für die Auslandseinsätze gesucht hatte, brach sie zum Neujahrsempfang in der Alten Schranne auf. Gegen 13:10 Uhr begann bereits ihre Rede, daher war der Raum voll mit Politikern auf Dienstreise, Senioren und Beamten. Unsere PARTEI-Delegation machte den Eindruck sich auf eine Kaffeefahrt statt des Prismas verlaufen zu haben. Und genau so hat man mich mit PARTEI-Schild auch angeguckt.

C steht für Nachhaltigkeit, so die Chefin der CDU. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt wie Konservative auf christlichen Werten herumtrampeln. Man muss sich eben neu erfinden und dafür braucht AKK „keine Verbote“. Da war ich froh, dass es nicht um das Verbot ging, wahllos auf Menschen einzustechen.

Neben dem klassischen Linken-Bashing war es ihr auch noch besonders wichtig zu betonen, dass die Grünen unter ihrem konservativen Deckmantel im Kern eine linke Partei sind. Sherlock Holmes selbst wäre angesichts dieser Scharfsinnigkeit sicherlich verblüfft gewesen. Das hat die Konservativen garantiert überzeugt noch viel vehementer die Grünen nicht zu wählen, obwohl diese jeden Auslandseinsatz mit Freude durch den Bundestag winken.

Schön war, dass AKK Angriffe auf Politiker verurteilte und die Arbeit der Rettungskräfte, Polizei und Soldaten würdigte. Letztere sind zwar immer noch schlecht ausgerüstet, aber sie dürfen jetzt auch dank Andreas „anderes Rechtsverständnis“ Scheuer kostenlos mit der Bahn fahren. Wenigstens eine Sache, die ein Verkehrsminister der CSU erfolgreich hinbekommen hat.

Mein Highlight war allerdings, als sie alle Brücken zur AfD (Grüße nach Sachsen) eingerissen hat, denn diese Partei hat nichts mit „Anstand“ und „Bürgerlichkeit“ zu tun. Sie zweifelt an der Intelligenz mancher Populisten, vor allem aus dem rechten Spektrum. Gut, dass wir Populisten der extremen Mitte sind. Populisten oder wie der Landrat Stefan Rößle poetisch sinnierte, Anhänger des „Trumpismus“.

Applaus beendete die Veranstaltung. Menschen, die noch selbstständig aufstehen konnten, taten es. Wir bekamen kostenloses Wasser und machten die JUSOS auf uns aufmerksam, selbst mit der CSU ein gelungener Tag. Einige Fragen blieben allerdings unbeantwortet. Wie machen wir aus der Bundeswehr eine Armee? Können wir uns Wehrmaterial aus dem „Seiberraum“ ausdrucken? Hat die Chefin heraus gefunden, welche Toiletten das „dritte Geschlecht“ in der Bundeswehr braucht und wenn es dann dienstfähig ist, passt es überhaupt noch zur Bundeswehr?

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