Weniger Mohren im Ries

Angeblich ist der Begriff „Mohr“ auf die Mauren zurückzuführen, bewiesen ist dies allerdings nicht. Genauso gut kann es von „mor“ (schwarz, dunkel, blöd) abgeleitet sein. Fakt ist jedoch, dass der Begriff längst als abwertender Sammelbegriff für Menschen mit schwarzer Haut verwendet wird. Viele Menschen empfinden den Begriff ebenso diskriminierend wie das Wort N***r.

Deutschland hat nicht nur durch den Nationalsozialismus eine rassistische Vergangenheit. In der Kolonialzeit war es besonders wichtig, andere Rassen abzuwerten. Man konnte Menschen anderer Hautfarben wesentlich schlechter behandeln, versklaven und enteignen. Die Rassentheorie und Eugenetik sind Erfindungen und Pseudowissenschaften privilegierter Menschen und waren eine Kernkompetenz Deutschlands im In- und Ausland (z.B. Völkermord der Herero).

Die „Mohrengasse“ in Donauwörth z.B. ist ein Zeugnis unserer rassistischen Vergangenheit. Im Zusammenhang mit der Torbogenfigur, den 3 tanzenden Schwarzen in Baströcken mit Kronen oder Narrenkappen, ist sie zusätzlich verhöhnend. Die Straße hieß einmal Salzgasse, Gründe der Umbenennung sind nicht bekannt, lediglich die beiläufigen Bezeichnungen „Drei Mohren“ und „Zu den drei Mohren“.

Wir von der sehr guten Partei Die PARTEI kämpfen als Partei der extremen Mitte offen gegen den Rassismus, egal in welcher Form und fordern die Umbenennung der Straße und das Entfernen der Skulptur. Die Skulptur kann mit einer Stellungnahme bzw. Entschuldigung in einem Museum ausgestellt oder zu Aschenbechern verarbeitet werden. Mögliche Straßennamen wären:

  1. Bayume-M.-Husen-Gasse
  2. Anton-W.-Amo-Gasse
  3. Salzgasse

Bis zur Umsetzung wird die Existenz des Gassen-Namens von unserem Kreisverband geleugnet, wie auch viele Deutsche Rassismus leugnen und wir geben der Straße übergangsweise ebenso neutrale Namen wie Krautgasse, Almanweg und Kartoffelgasse.

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